Lebensmittel sind der wichtigste Schlüssel zur Steigerung von Konzentration, Leistungsfähigkeit, Ausdauer, Lebensfreude und Wohlbefinden.
Die nachfolgenden "Kurzprofile" geben einen raschen Überblick zu den Grundbestandteilen unserer Nahrung und ihrer ernährungsphysiologischen Bedeutung.
Kohlenhydrate – die Energiespender
Mit ihrer langsam blutzuckersteigernden Wirkung stellen Kohlenhydrate die Grundversorgung des Organismus mit Energie sicher. Die verschiedenen mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate werden vom Körper in Glucose umgewandelt. Hieraus können die Zellen auch andere Zuckerarten herstellen, die für spezielle Aufgaben benötigt werden. Allerdings ist der Körper für die effiziente Energiegewinnung aus Kohlenhydraten auf wichtige Hilfsstoffe wie zum Beispiel das Vitamin B1 angewiesen.
Vitamine – die unsichtbaren Fitmacher
Vitamine sind lebensnotwendige Stoffe, die der Körper nicht selbst bilden kann. Sie halten zahlreiche Stoffwechselprozesse in Gang und damit die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Die insgesamt 13 bekannten Vitamine werden in zwei Gruppen eingeteilt. Die fettlöslichen Vitamine (A, D, E, K) können im Fettgewebe und in der Leber gespeichert werden. Zu den wasserlöslichen Vitaminen zählen hauptsächlich solche, die nicht über einen längeren Zeitraum im Körper gespeichert werden können. Deswegen müssen sie regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Da der Körper nur die Menge der zugeführten Vitamine, die er momentan für Stoffwechselvorgänge benötigt, nutzt, werden überschüssige wasserlösliche Vitamine mit dem Harn ausgeschieden.
Mineralstoffe/Spurenelemente – die unverzichtbaren Helfer
Im Zusammenspiel mit den Vitaminen tragen Mineralstoffe und Spurenelemente wesentlich dazu bei, dass die in der Nahrung enthaltenen Vital- und Nährstoffe vom Organismus aufgeschlossen und verwertet werden können. Auch wenn sie zum Teil nur in verschwindend kleinen Mengen benötigt werden: Um alle Funktionen des Körpers aufrecht zu erhalten, sind Mineralstoffe und Spurenelemente unverzichtbar.
Eiweiß – wichtiger Bestandteil der Aufbaunahrung
Unser Körper besteht zu 15 bis 20 % aus Eiweiß, das einem permanenten Auf- und Abbau unterliegt. Da er selbst kein Eiweiß herstellen kann, ist eine ständige Eiweißzufuhr durch die Nahrung unverzichtbar. Die aufgenommenen Eiweißstoffe (Proteine) werden durch Enzyme in ihre Bestandteile (Aminosäuren) zerlegt, damit sie entsprechend den Anforderungen des Körpers zu körpereigenen Eiweißen neu zusammengesetzt werden können. Grundsätzlich leistet Eiweiß einen wichtigen Beitrag zum Energiehaushalt und spielt eine wesentliche Rolle für Aufbau-, Reparatur- und Transportfunktionen des Stoffwechsels.
Fette – Aufbaufunktion plus Energiezufuhr
Gewichtsbezogen hat Fett unter den drei Nährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fette) den höchsten Energiegehalt. Nicht benötigtes Fett wird vom Körper als Energiereserve gespeichert. Die in Fetten enthaltenen Fettsäuren lassen sich in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren unterscheiden. Bestimmte ungesättigte Fettsäuren, auf die der Körper angewiesen ist, kann er nicht selbst herstellen, so dass sie über die Nahrung aufgenommen werden müssen. Vereinfacht gesagt haben ungesättigte Fettsäuren eine aufbauende Wirkung – gesättigte Fettsäuren funktionieren als Energielieferanten. Eine wichtige Funktion haben Fette zudem für die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Der Anteil von Nahrungsfetten an der gesamten Kalorienzufuhr sollte nicht mehr als 30% betragen. Im deutschen Durchschnitt liegt er jedoch bei etwa 40%, weshalb eine Reduzierung der Fettzufuhr zu den grundsätzlichen Ernährungsempfehlungen gehört.
Sekundäre Pflanzenstoffe – Pluspunkt für Obst und Gemüse
Hierzu gehören unter anderem die zu den Kohlenhydraten gehörenden Ballaststoffe, die in angemessener Menge zugeführt, im Körper wie ein Aufräumkommando wirken und für eine funktionierende Verdauung sorgen. Oder der in Gemüse enthaltene Blattfarbstoff Chlorophyll. Dieser stärkt die Leber und unterstützt sie bei der Entgiftungsarbeit. Darüber hinaus senkt er den Blutdruck und sorgt für eine gesunde Darmflora. Eine herausragende Rolle – speziell für das komplexe menschliche Immunsystem - spielen überdies die so genannten Antioxidantien, die in sekundären Pflanzenstoffen in besonders hohem Maße enthalten sind.
Bausteine des Lebens
Was Vitamine und Mineralstoffe im Einzelnen bewirken
Für den schnellen Überblick
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